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Sage zum Kloster Frauenroth: Die luftige Brücke (Volkskundliche Überlieferung)
 
  Beschreibung

Bei der alten Klosterstätte zu Frauenroth ist es der Sage nach nicht geheuer. Lodernde Feuer oder bläuliche Flämmchen werden in gewissen Nächten brennend auf dem Kirchhof oder in der Nähe der Klosterkirche erblickt, welche einen großen dort vergrabenen Schatz anzeigen.
Nicht weit von der Kirche erhebt sich ein Hügel, auf welchem vor langen Zeiten erst eine Burg, dann ein Teil des Klostergebäudes gestanden haben. Von dort führte ein bedeckter Gang nach der Kirche, über welchen die Nonnen schritten, wenn sie auf dem Chor sich versammelten, die Horas zu singen. Man sieht noch über dem Portal die vermauerte Öffnung.
Alljährlich in gewissen heiligen Nächten erblickt man diesen Gang durch die Luft und den Zug gespenstiger Nonnen und sieht die Kirche erleuchtet.
In der Kirche halten die Geister Mette und es knien vor dem Altar die Gestalten des Stifters und der Stifterin und hinter ihnen alle, die in der Kirche begraben wurden. Von dem Haupt Beatrixens weht der weiße Schleier und auf Ottos Haupt rauschen die Blätter eines welken Lorbeerkranzes geisterhaft im Hauch der Nacht.
Nach der Mette ziehen sich die Nonnen alle still zurück und schwinden in Nebel.

 
Quellen:

Thomas Witter und Dr. Günther Wölfing
 Auf den Spuren der Henneberger

 AutorIn Renate Remde
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Orte (www.rhoen.de)
Frauenroth
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