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Versunkenes Dorf im Schwarzen Moor (Volkskundliche Überlieferung)
 
  Beschreibung

Vor sehr langer Zeit soll es anstelle des Schwarzen Moores ein Dorf gegeben haben. Einer Sage zufolge machten die Bewohner gemeinsame Sache mit den Hillenburger Raubrittern, deren Burg zwischen Fladungen und Roth bei Hausen liegt. Eines Tages in der Weihnachtszeit überfielen sie als Nonnen und Mönche verkleidet ein Kloster. Der Hillenburger Ritter legte Feuer. Zur Strafe müssen die Übeltäter in jenen Verkleidungen als Gespenster herumspuken. Sie ziehen in der Weihnachtszeit von der Hillenburg zum Schwarzen Moor, ihnen voran der Hillenburger als glühender Feuermann, und versuchen, Menschen ins Moor zu locken.
Das Dorf Moor aber verschwand zur Strafe in der Tiefe. Geblieben ist nur ein dunkler See, das heutige Moorauge. Aber in der Tiefe des Moores, so die Sage, ist das Leben nicht erloschen. Wanderer, die am Rande des Moores lauschten, hörten manchmal ein wütendes Brausen. Bei Sturm höre man die Glocken der Dorfkirche läuten und den Dorfhahn krähen.

 
Lesen

Ludwig Bechstein, „Der Sagenschatz des Frankenlandes“ Würzburg 1842
 
Max Mölter, „Geister, Gespenster, Gottlose“, Mellrichstadt 1978
 
Paul Schlitzer, Sagen aus Rhön und Vogelsberg", Fulda 1969
 
 
Internet

Website des Autors Gottfried Rehm, u.a. mit der ungekürzten Fassung dieser Sage
 

 
Quellen:

Gottfried Rehm, "Hexentanz auf den Danzwiesen", Rhön-Verlag 1996
 
Hugo Reinhart, "Gemälde über Sagen, Erzählungen und Brauchtum in der Rhön", Hilders 2000
 

 AutorIn Sandra Limpert
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Das versunkene Dorf im Schwarzen Moor, Pastell...
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