55 ehrenamtliche Helfer zur Wegemarkierung

Rhönweit riesige Resonanz auf Rhönklub-Aufruf - 1. Markierungslehrgang fand in Hilders statt

HILDERS / RHÖN. Vor kurzem hatte der Rhönklub-Hauptvorstand einen Aufruf gestartet, um für die notwendige Markierung und Instandhaltung des rund 6 000 Kilometer umfassenden Rhönklub-Wanderwegenetzes zusätzliche ehrenamtliche Helfer zu finden. Insgesamt hatten sich daraufhin 79 Männer und Frauen aus der gesamten Rhön gemeldet; 55 von ihnen nahmen jetzt am ersten Markierungslehrgang in Hilders teil.

„Mit einer solch riesigen Resonanz haben wir nicht gerechnet“, sagen der Hauptwegewart des Rhönklubs, Thomas Lemke, und Präsident Ewald Klüber. Die Bereitschaft der Menschen vor Ort zeige, dass der Rhönklub einen guten Ruf genieße und dass der Wille da sei, sich im Ehrenamt mit Rückerstattung von Aufwendungen für die Region zu engagieren. Gleichzeitig richten beide ihren Dank an die Medien, die Länder übergreifend dazu bereit waren, den Aufruf zu veröffentlichen und damit zu diesem positiven Ergebnis beitrugen.

 

Die 55 Männer und Frauen, die jetzt an der ersten Informationsveranstaltung in Hilders teilnahmen, kamen in der Tat aus der gesamten Rhönklubregion – von Schlitz im Westen bis Meiningen im Osten und von Bad Liebenstein im Norden bis nach Schweinfurt im Süden. Gemeinsam mit den Regionalwegewarten der Regionen Fulda, Saale, Sinn und Werra erläuterten Klüber und Lemke den zukünftigen ehrenamtlichen Helfern die Vereinsstruktur und die Ziele des Rhönklubs und die zu bewältigenden Aufgaben der Helfer. Jeder, der sich als Freiwilliger gemeldet hat, soll in die Pflege eingebunden werden – im Idealfall werden durch die neuen Helfer 500 Kilometer Wanderwegstrecke betreut.

 

In den nächsten Wochen wird es noch drei weitere Markierungslehrgänge geben – einen in Bayern, einen in Hessen und einen in Thüringen. Im Juli sollen die praktischen Arbeiten dann beginnen. Im Wesentlichen geht es für die neuen Helfer des Rhönklubs darum, die Markierungszeichen aufzufrischen und die Wanderwege auf ihre gute Begehbarkeit zu prüfen beziehungsweise größere Mängel zu melden. „Unsere Helfer sind gewissermaßen Pate für bestimmte Abschnitte einzelner Wanderwege“, erläutert Klüber.

 

Für ihre Tätigkeit in der freien Natur bekommen die ehrenamtlichen Helfer die gefahrenen Kilometer mit ihrem Auto sowie die Materialkosten für Farbe und Pinsel zurückerstattet. Außerdem wird jede geleistete Stunde mit einem Betrag von zwei Euro vergütet. „Wir sollten jetzt im Hauptvorstand überlegen, ob wir auch für andere Bereiche des Rhönklubs solche öffentlichen Aufrufe starten. Offenbar gibt es ein nicht unerhebliches Klientel, das ganz bewusst bereit ist, seine Arbeitskraft im Ehrenamt für den Rhönklub einzusetzen“, sagt Präsident Ewald Klüber.

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