Rhönklub-Vorhaben 2013

Inhaltliche Neuausrichtung, um für die rund 24.000 Mitglieder eine solide Basis für die Zukunft zu schaffen

Naturschutz, Kultur, Jugend und Familie: der Rhönklub hat viele Facetten

RHÖN. „Wir sind kein Wanderverein für alte Leute, sondern wir beschäftigen uns mit einer Fülle von Themen und sehen in der Arbeit mit der Jugend und den Familien einen Schwerpunkt.“ Das sagte jetzt der Präsident des Rhönklubs, Ewald Klüber, während eines Pressegesprächs in Poppenhausen.  Letztlich gehe es um eine inhaltliche Neuausrichtung, um den Mitglieder stärksten Verein der Rhön auf einer guten und soliden Basis in die Zukunft zu führen.

Im hessischen Poppenhausen stellten Klüber sowie einige Vertreter des Hauptvorstandes ausgewählte Vorhaben für 2013 vor, mit denen sich der Rhönklub seit einiger Zeit intensiv auseinandersetzt. Den Ort hatte der Präsident gezielt für das Gespräch mit Medienvertretern ausgewählt: Der Zweigverein Poppenhausen hat insgesamt 670 Mitglieder, davon 112 im Kinder- und Jugendbereich. „Das zeigt, dass der Rhönklub die Jugend und die Familien anspricht und sich in die Moderne wagt“, schätzte Poppenhausens Bürgermeister, Manfred Helfrich, ein.

Momentan gibt es im Rhönklub rund 24 000 Mitglieder in 86 Zweigvereinen. Es sei sehr wahrscheinlich, meinte Klüber, dass es in diesem Jahr gelingt, einen weiteren Zweigverein zu gründen. Ab dem nächsten Winterhalbjahr will der Rhönklub außerdem eine Qualitäts- und Qualifizierungsoffensive starten: Es soll sowohl für die Mitglieder des Hauptvorstandes Qualifizierungslehrgänge geben als auch für junge Mitglieder, um sie zu motivieren, leitende Aufgaben zu übernehmen. In punkto Qualität hat Klüber auch die bewirtschafteten Hütten des Rhönklubs im Auge. „Wir sollten im gastronomischen Bereich eine Zertifizierung durch die Dachmarke Rhön anstreben, um so qualitativ hohe Wanderwege mit qualitativ hoher gastronomischer Versorgung unserer Gäste zu verbinden.“

Den Slogan des Jahres 2013 „Zeichen setzen für die Zukunft“ will der Rhönklubpräsident insbesondere den Wegewarten der einzelnen Zweigvereine widmen. „Das sind Leute, die bei Wind und Wetter draußen unterwegs sind und 5 000 Kilometer Wanderwege betreuen, Wegränder mähen, Pfosten setzen und ersetzen und sich um die richtige Kennzeichnung kümmern. Leider ist das eine Arbeit, die oft nicht wahrgenommen wird.“ Konkret plant der Rhönklub eine Aktion mit den drei Bundestagsabgeordneten der Region am Schwarzen Moor; voraussichtlich im Sommer.

Der Rhönklub, sagte Präsident Klüber, wolle sich darüber hinaus mehr als bisher in die Regionalentwicklung der Rhön einbringen und dabei mit all jenen Partnern enger zusammenarbeiten, die die gleichen Interessen verfolgen. Neben der Dachmarke Rhön seien das unter anderem das Biosphärenreservat Rhön, die Regionale Arbeitsgemeinschaft Rhön als Zusammenschluss der fünf Rhönlandkreise sowie weitere Partner. „Wir wollen alle die Rhön voran bringen, aber wir sind noch zu sehr Einzelkämpfer. Wir als Rhönklub sind gerne dazu bereit, das zu ändern.“

In diesem Jahr, gab der Hauptwegewart des Rhönklubs, Thomas Lemke, bekannt, sollen drei neue Rundwanderwege angelegt werden: der Feldatal-Rundweg zwischen Kaltennordheim und Dermbach, der Wasserkuppen-Rundweg um Poppenhausen und der Buchonia-Rundweg im Bereich Lange Rhön / Oberes Ulstertal. Alle drei Wege sollen rund 40 Kilometer lang und in zwei bis drei Tagesetappen zu erwandern sein. Der im vergangenen Jahr eingeweihte Qualitätsweg „Milseburgweg“ soll attraktiver werden– im Gespräch sind Eingangsportale in Fulda und Meiningen sowie Informationstafeln entlang des Weges und bessere Inhalte im Internet.

 

2013 bieten die Zweigvereine des Rhönklubs rund 3 800 Wanderungen an – das sind im Schnitt 45 pro Zweigverein. Im neuen Wanderkalender des Rhönklubs, der soeben erschienen ist, werden 50 Tageswanderungen und über zehn Mehrtageswanderungen beworben. „Zum Wandern gehören für mich auch das Wasserwandern, das Radwandern, das Wanderrreiten, Nordic Walking sowie Klettern. Diese Angebote sollten wir in Zukunft in unser Programm mit aufnehmen, denn damit sprechen wir gezielt Jugendliche und junge Familien an, die sich gerne draußen bewegen, aber nicht klassisch auf Wanderwegen unterwegs sind“, betonte Klüber. Darüber hinaus soll das Gesundheitswandern stärker in den Fokus gerückt werden – unter anderem sollen durch den Rhönklub spezielle Gesundheitswanderführer ausgebildet werden. Damit betrete der Rhönklub ein gewisses Neuland, erklärte Hauptwanderwart Uwe Schleicher.

 

Zu den Neuerungen innerhalb des Rhönklubs zählt auch eine bessere elektronische Struktur bezüglich der Kommunikation mit E-Mail. Immerhin 86 Prozent der Vorsitzenden der Zweigvereine seien bereit, sich mit dem Hauptvorstand auf elektronischem Wege auszutauschen. Hinzu kommen neue E-Mail-Adressen für die Mitglieder des Hauptvorstands, und Schritt für Schritt soll auch für jeden Zweigverein eine entsprechende E-Mail-Adresse nach einheitlichem Muster eingerichtet werden.

 

Ein wichtiges Arbeitsgebiet für die Mitglieder des Rhönklubs ist der Naturschutz. In Hessen und Franken sei der Rhönklub als Naturschutzverband anerkannt und damit Träger öffentlicher Belange, hob Hauptnaturschutzwart Matthias Marbach hervor. Zum Internationalen Tag des Wassers am 22. März wird sich der Rhönklub erneut mit der Renaturierung von Rhöner Quellen beschäftigen. „Auf der Hauptnaturschutztagung im Juli werden wir über die Zusammenarbeit mit den Verwaltungen der Biosphärenreservate und Naturparke reden und zur Hauptversammlung in Breitungen werden wir uns mit der alternativen Energieerzeugung und den Verkehrsströmen aus dem Raum Schmalkalden / Meinigen in den Raum  Hünfeld / Fulda befassen“, sagte Marbach.

 

Jahr für Jahr erreicht der Rhönklub Tausende Menschen, die sich für die Kultur der Rhön mit all ihren Facetten interessieren. Die Hauptkulturtagung, sagte Hauptkulturwart Jürgen Reinhardt, gebe wichtige Impulse für die Kulturtagungen in den Regionen und den Zweigvereinen. Wie Rhönklubpräsident Klüber ausführte, soll das jüdische Leben in der Rhön weiter aufgearbeitet werden – gewissermaßen als Fortsetzung der letzten Hauptkulturtagung. 2013 jähre sich die Reichspogromnacht zum 75. Mal – dies sei eine Herausforderung, um an diesem Geschichtsthema dran zu bleiben. Mit den jüdischen Institutionen und Verbänden der Region sei beabsichtigt,  diesbezüglich erste Gespräche zu führen.

 

 

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