Wanderweg durch Berge

Der perfekte Tag

rund um Dermbach im Feldatal

Erlebe urige Waldgebiete, lausche den Geschichten alter Mauerwerke, genieße bunte Streuobstwiesen und entdecke das Holzschnitzhandwerk. Lass dich zum Tagesabschluss vom funkelnden Sternenhimmel verzaubern.
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​​​​​​​Wir haben ein Ausflugsprogramm für dich zusammengestellt, das zeigt, was das Feldatal rund um Dermbach so besonders macht – als Inspiration für deinen perfekten Tag im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. Ob du alle Stationen besuchst oder dir einzelne Lieblingsorte herauspickst, bleibt ganz dir überlassen. 
Grabenberg Grenzturm
Schnitzerdorf Empfertshausen
Noah Segel: Aussichtsplattform am Morgen.
Streuobstwiese bei Zella
Schild Naturschutzgebiet
Sternenparkführung

Der Tag im Überblick

VormittagsDermbach & Rhönpaulus Erlebnisweg - auf den Spuren des legendären Rhönräubers
Nachmittags: Propstei Zella & Schnitzerdorf Empfertshausen
Abends: Sternenpark Rhön

Highlights:
  • ​​​​​​​Ibengarten mit bis zu 800 Jahre alten Eiben
  • Propstei Zella mit Biosphären-Infozentrum, Klostergarten und Streuobstwiese
  • Traditionelles Rhöner Handwerk 

​​​​​​​ ​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​Anreise​​​​​​​ & Parken:
Anreise mit dem Auto
Anreise mit dem ÖPNV
Anreise mit dem Fahrrad

 

Vormittags

Auf den Spuren des Rhönpaulus

Statue vom Rhönpaulus.
Figur des Rhönpaulus am Eingang des Ibengartens
Dein Tag beginnt in Dermbach, einem charmanten Ort, der schon Schriftsteller Ernest Hemingway begeisterte. Von hier aus führt dich der Weg in den Ibengarten - ein uraltes Waldgebiet mit knorrigen Eiben, die dem Ibengarten seinen Namen geben und für eine geheimnisvolle Stimmung sorgen.
​​​​​​​​​​​​​​Die Pfade des HOCHRHÖNER und des Erlebniswegs Rhönpaulus folgen der Legende des berühmten Robin Hood der Rhön, der hier einst sein Versteck gehabt haben soll.
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Im Wald des Ibengartens überzieht das Moos die alten Stämme wie ein weiches Kleid, und in der Luft vermischt sich der Duft von Erde und Harz. 
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Flora & Fauna

Zwischen Eiben und Orchideen – eine alte Landschaft, die Weisheiten erzählt

Im Schatten mächtiger Buchen ragen im Ibengarten uralte Eiben empor, denen der Wald seinen Namen verdankt. Ihre knorrigen Stämme sind seit 800 Jahren fest verankert und wurden einst von den Benediktinerinnen der nahegelegenen Propstei Zella gepflanzt. Der Ibengarten beherbergt den größten Bestand wildwachsender Eiben in Thüringen und steht bereits seit 1938 unter Naturschutz. Damit ist er das älteste Naturschutzgebiet im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön und heute in Teilen als Kernzone ausgewiesen. In diesem Refugium verschmelzen der Duft von Blättern und Erde, das Flüstern des Windes und das zarte Funkeln der Orchideenblüten auf den angrenzenden mageren Wiesen zu einem wundervollen Naturschauspiel. 
Ibengarten Rhön
Ibengarten mit alten Eiben

Die Artenvielfalt der Rhön: Spechte, Fledermäuse und vieles mehr 

Ameisen Bläuling Schmetterling
Großes Mausohr; Foto: Thomas Stefan, CC-BY
Im Totholz alter Bäume nisten Schwarz- und Buntspechte, die ihre Bruthöhlen mit zielgenauen Hammerschlägen schaffen. In der Dämmerung gleiten zahlreiche Fledermäuse lautlos durch die Baumkronen. Der Große Abendsegler nutzt Baumhöhlen als Tagesquartier und jagt in luftigen Höhen, oft mehrere Kilometer vom Schlafplatz entfernt. Arten wie die Fransenfledermaus sammeln Insekten direkt von Blättern oder dem Boden auf – ihre Echoortung ist ein faszinierendes Beispiel für Anpassung und Präzision.


Unser Tipp: Wissenswertes zum Leben der Fledermäuse erfährst du auf dem Fledermaus-Lehrpfad von Zella nach Neidhartshausen. Auch das Fledermausdorf Neidhartshausen widmet sich den lautlosen Jägern: Über 1.200 Fledermäuse der Art „Großes Mausohr“ nutzen im Sommer das Kirchendach als Wochenstube.

Nachmittags

Zwischen Apfelduft & Holzkunst

Am Nachmittag führt dich der Weg in den nahe gelegenen Ort Zella, wo die Propstei mit ihren mächtigen Mauern aus Sandstein noch immer von ihrer klösterlichen Vergangenheit erzählt. Wer durch den Torbogen tritt, spürt den Atem der Geschichte – die Stille, die einst die Benediktinerinnen begleitete, das Wissen, das in diesen Mauern weiterlebt. Zwischen alten Obstbäumen der Streuobstwiese, die im Wind rauschen, und dem Duft von Minze, Salbei und Zitronenmelisse aus dem Klostergarten der Propstei entsteht ein Bild jener Zeit, in der die Nonnen hier von der Rhöner Natur lebten. Erfahre auf dem Streuobstwiesen-Lehrpfad mehr über die Vielfalt dieses artenreichen Standorts.
Probstei Zella von außen.
Propstei Zella
Ausstellung in der Porbstei Zella.
Festsaal der Propstei Zella
Person sitzt im Kräutergarten Zella.
Klostergarten der Propstei Zella
​​​​​​​Das Biosphären-Infozentrum in Zella lädt im Inneren der Propstei Zella dazu ein, die Rhön besser kennenzulernen – ihre zahlreichen Lebensräume mit der besonderen Tier- und Pflanzenwelt sowie die Menschen, die hier leben. Wer Lust auf etwas Süßes hat, gönnt sich ein Eis aus der Selbstbedienungshütte. Es wird in einer regionalen Eismanufaktur hergestellt. Holzskulpturen regionaler Künstler vor der Propstei bilden die Brücke zum Schnitzerdorf Empfertshausen.
Empfertshausen ist ein Ort mit jahrhundertealter Schnitzerei-Tradition und noch heute werden dort Holzbildhauer ausgebildet.
​​​​​​​Im Museum „Alte Schnitzschule“ kannst du Einblicke in die Geschichte eines alten Handwerkes gewinnen, den Duft von Holz und Öl wahrnehmen und die präzise Schnitzkunst bewundern, für die der Ort berühmt ist. Beim Spaziergang durch das Dorf begegnen dir überall kleine Kunstwerke: Figuren an den Hausfassaden, kunstvoll gearbeitete Tafeln mit Rhöner Sprüchen oder Skulpturen entlang der Wege.

Wer tiefer eintauchen möchte, kann auf Anfrage im Atelier des Holzbildhauers Ronny Denner einen Blick hinter die Kulissen werfen: Hier entstehen aus einfachen Holzblöcken lebendige Figuren – jede mit eigenem Charakter. 
Bildhauer schnitzt Pferdekopf aus Holz.
Holzbildhauer Ronny Denner bei der Arbeit in seinem Atelier

Abends

Ein Himmel voller Sterne

Nach einem erlebnisreichen Tag darf der Abend ruhig ausklingen. Kehre gerne bei einem Partnerbetrieb der Dachmarke Rhön ein und genieße ein Abendessen mit regionalen Zutaten.

​​​​​​​Danach beginnt das Schauspiel des Himmels. Wenn die Nacht über die Rhön fällt, zeigen sich die Sterne in einer Klarheit, wie man sie kaum noch kennt. Vom Himmelsschauplatz auf dem Gläserberg oder bei einer geführten Sternenwanderung kannst du den Himmel mit ganz neuen Augen sehen. Millionen Lichtpunkte ziehen ihre Bahnen, und über dir spannt sich die unendliche Weite.
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Am Ende deines perfekten Tages fällst du glücklich ins Bett – mit dem Duft von Holz und Kräutern in der Nase, dem Bild der alten Eiben im Kopf und dem Funkeln der Rhöner Sterne vor Augen.​​​​​​​
Fluoreszierender Polarsternfinder am Nachthimmel.
Fluoreszierender​​​​​​​ Polarsternfinder

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