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Variante Lange Rhön

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Länge: 122 km  | ​​​ Gehzeit: 34:10 h  | ​​​ Aufstieg: 2.745 hm  | ​​​​​​​ Abstieg: 2.712 hm

Über drei Ländergrenzen hinweg kannst du die Rhön erwandern. Die Hochrhöner-Variante Lange Rhön führt dich über den gleichnamigen Höhenzug. Die Lange Rhön ist wegen ihrer offenen Weiten bekannt. Hier lässt sich das "Land der offenen Fernen" besonders gut erleben.

Los geht es in Bad Kissingen, eine UNESCO-Welterbestätte. Hast du den Kreuzberg mit der Klosterschänke hinter dir gelassen, gelangst du zum Roten Moor. Hier teilt sich der Weg in die westliche (Kuppenrhön) und östliche (Lange Rhön) Route auf.

Weiter gehts über den Heidelstein zum Schwarzen Moor, eines des bedeutendsten Hochmoore Mitteleuropas. Über Birx erreichst du den Ellenbogen mit der Aussichtsplattform Noahs Segel. Anschließend führt der Weg durch Kaltensundheim und Andenhausen, wo sich die westliche und östliche Route wieder treffen.

Über den Gläserberg erreichst du Dermbach. Im Ibengarten kannst du 600 Jahre alte Eiben bestaunen, bevor du dein Ziel Bad Salzungen erreichst.

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Etappenvorschlag für 8 Wandertage

1. Etappe: Bad Kissingen - Premich

​​​Bad Kissingen Bahnhof - Bad Kissingen Obere Saline - Kaskadental- Luitpoldeiche - Klaushof - Hermannsruh - Stralsbach- Frauenroth - Premich
 

Der Weg startet am Wanderportal im Park unterhalb des Bahnhofs von Bad Kissingen. Zwischen den Kurvillen geht es in den Kurpark und an der Fränkischen Saale entlang, vorbei an der Wandelhalle und dem Regentenbau bis zum Gradierwerk der Oberen Saline. Hier tropft Solewasser über Reisig, auf dem sich Salz absetzt – ein Kurzurlaub für die Lunge.
​​​​​​​Weiter geht es durch das Kaskadental. Hinter dem Bach wartet der Wildpark Klaushof. Als nächstes erreichest du das Forsthaus in Hermannsruh. Hier laden Tisch und Bänke zur Rast ein. Gegenüber der Kriegerkapelle führt der Kreuzweg steil hinab – nur noch wenige Meter bis ins Ortszentrum von Stralsbach. Im Wiesengrund in Stralsbach überqueren wir die Straße nach Zahlbach-Aschach und nehmen die Abzweigung nach Frauenroth. Durch Feldweg und Waldweg kommen wir zu einem Bildstock. Hier läufst du links immer steiler bergab. Oberhalb des Premicher Ortsteils Steinberg verlässt du den Wald und erreichst den Ortskern von Premich. ​​​

Länge: 19 km
​​​​​​​Gehzeit: 5 h ​​​​​​​
​​​​​​​Anstieg: 331 hm
​​​​​​​Abstieg: 250 hm

2. Etappe: Premich - Oberweißenbrunn

Premich - Langenleiten - Kloster Kreuzberg - Oberweißenbrunn

In Premich verläuft der Weg weiter am Kriegerdenkmal vorbei ins Kellersbachtal. Nach einem Anstieg siehst du zum ersten Mal den Kreuzberg. Im Wald geht es durch eine Senke und auf einem grasbewachsenen Weg nach Langenleiten. Das typische, lang gezogene Straßendorf erreichst du nach einem steilen Anstieg. Die katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt stammt aus dem 18. Jahrhundert, die Innenausstattung ist noch aus der Zeit der Erbauung.  Du läufst aus Langenleiten hinaus und siehst nach dem Sportplatz die Wiesen im Wald. Im Frühsommer blühen hier die Orchideen und du habst einen hervorragenden Blick auf den Kreuzberg. In Kurven geht es auf den Reidelberg und durch einen alten Fichtenwald bergab. Es folgt ein langer Anstieg auf den Kreuzberg – durch Wiesen, Buchenwald und ein kurzes Stück durch eine düstere Fichtenschonung. Am Kloster wird das Bier empfohlen, das unter Aufsicht der Franziskanermönche, seit Jahrhunderten gebraut wird. Eine fantastische Aussicht aus 928 Metern Höhe kann am Gipfel mit den drei Kreuzen genossen werden. Auf der Straße bergab läufst du links in den Wald und erreichst den breiten Sattel zwischen Kreuzberg und Arnsberg. Im Herbst blühen hier Silberdisteln, ein Markenzeichen der Rhön. Um den Arnsberg herum läufst du bergab nach Oberweißenbrunn.

Länge: 17,5 km
​​​​​​​Gehzeit: 5 h ​​​​​​​
​​​​​​​Anstieg: 638 hm
​​​​​​​Abstieg: 324 hm

3. Etappe: Oberweißenbrunn - Birx

Oberweißenbrunn - Himmeldunkberg - Rotes Moor (Achtung: hier Streckenteilung in die Kuppenrhön oder Lange Rhön) - Heidelstein - Parkplatz Schornhecke - Stirnberg - Schwarzes Moor - Birx

Oberweißenbrunn verlassen wir auf der Rochensteinstraße. Wir genießen den Blick auf Arnsberg und Kreuzberg und lassen den Felskopf des Rockensteins links zurück. Der Weg führt zur Sitzgruppe auf dem Gipfel des Himmeldunkberges (888 m). Die unbewaldeten Hänge an Süd- und Ostseite des Berges wurden einst in der ganzen Region mit Schafen beweidet, ihnen verdanken wir die Bezeichnung „Land der offenen Fernen". Durch die Fichtenschonung erreichen wir die Hohe Hölle (894 m), wo die Unterstellhütte Schutz bietet. Niedrige Erdwälle sind die Reste der Landwehr Schwedenwall.

Die Route führt am Hang des Kesselsteins entlang und mündet in Forst- und Waldwege. Das rote Moor trennt den HOCHRHÖNER®. Rechts hinauf beginnt die östliche Route über die Lange Rhön, links hinunter führt die westliche Tour über die Kuppenrhön. An der Kreuzung gehen wir in Richtung rot-weißen Mast des Fernsehsenders auf dem Heidelstein. Ein Stück bergab und wir kommen zum Schwabenhimmel mit dem Rhönklub-Gedenkstein. Wir laufen über die Matten der Langen Rhön – die Heimat des Birkhuhns.

Zwischen Wald und Wiesen, Schotter und Gras geht es weiter bis nach Melperts. Den Melpertser Rasenberg steil herunter kommen wir zum Schwarzen Moor, ein beliebtes Ausflugsziel. Das Hochmoor beheimatet eine Reihe seltener Pflanzen, wie das rundblättrige Sonnentau, die an extreme Bedingungen angepasst sind. Danach laufen wir auf dem Plattenweg der früheren DDR-Grenzanlage, bevor wir den Zubringerweg nach Birx nehmen.

 

Länge: 21 km + 1,5 km Zubringer nach Birx​​​​​​​
​​​​​​​Gehzeit: 6:30 h ​​​​​​​
Anstieg: 577 hm
​​​​​​​Abstieg: 421 hm

4. Etappe: Birx - Kaltensundheim

Von Birx oder der Sennhütte kommst du über den Zubringerweg wieder auf den Wanderweg. Im früheren innerdeutschen Grenzgebiet siehst du Grenztürme und Informationstafeln zur Erinnerung an das Lager des Reichsarbeitsdienstes in der Zeit des Nationalsozialismus. Über die Wiesen erreichst du Frankenheim, das höchstgelegene Dorf der Rhön. Du gehst durch den Ort und überquerst Weideflächen, wo manchmal der rote Milan in ganzen Schwärmen seine Kreise zieht.

Der Schnitzersberg, erkennbar am Mobilfunkmast, ist mit 816 m Höhe der höchste Berg der Thüringer Rhön. Du erreichst einen Wanderparkplatz mit Sitzgruppe und durchquerst ein kleines Waldstück. Danach wird der Blick auf die grünen Matten freigegeben. Ganz in der Nähe wartet das urige Thüringer Rhönhaus und lädt zur Rast ein. Du wanderst ein kurzes Stück zum Eisenacher Haus und schließlich erreichst du den Gipfel des Ellenbogens, der zweithöchste Berg der Thüringer Rhön. Der Aussichtspunkt Noahs Segel bietet eine weite Aussicht nach Norden. Danach geht es lange Zeit durch den Wald bergab und wer im Juni hier entlang kommt, wird am Wegrand blühenden gelben Eisenhut und die Türkenbundlilie sehen.

Der Weg führt weiter steil hinunter ins Tal des Lahrbachs zu den vier, wegen des rauen Klimas, „kalten“ Dörfern: Kaltennordheim, Kaltensundheim, Kaltenlengsfeld und Kaltenwestheim. Nach der Überquerung des Wasserlaufes gelangst du vor das Rechte der beiden Dörfer, Mittelsdorf an der Stedtenmühle. Hier führt ein Zubringerweg, mit grünem “Ö” markiert, ins benachbarte Kaltensundheim.

Länge: 12,5 km + 1,5 km Zubringer Birx, 2,5 km Zubringer Kaltensundheim​​​​​​​
​​​​​​​Gehzeit: 4:20 h ​​​​​​​
Anstieg: 141 hm
​​​​​​​Abstieg: 424 hm

5. Etappe: Kaltensundheim - Dermbach

Kaltensundheim - Marschlerhof - Pinzler - Horbel - Andenhausen (Streckenzusammenführung Kuppenrhön u. Lange Rhön) - Katzenstein  - Arnsberg - Waltersberg - Gläserberg - Dermbach

Von Kaltensundheim kommst du über den Zubringer zurück nach Mittelsdorf. Durch die Felder und Wiesen läufst du bis Kaltennordheim und dann steil zwischen Obstbäumen. Wenn das Gelände flacher wird, erreichst du einen Aussichtspunkt zu Bänken und Tischen für eine Rast. Hier siehst du den Höhenzug zwischen Felda- und Ulstertal. Im Wald passierst du den Pinzler (661 m) und machst einen Abstecher zur Hexenlinde.

Vor dem Horbel (665 m) geht es erst rechts bergab und dann wieder auf den Berg zu. An der Sitzgruppe treffen sich Ostroute und Westroute und werden zusammengeführt. Du läufst ins Tal und an den Gärten von Andenhausen vorbei und durch das Dorf durch. Ein paar Meter geht du bergab an der Umgehungsstraße und links auf einen Grasweg hoch zur Zufahrt zum Katzenstein. Es ist ein Fels aus Basaltsäulen mit Gipfelkreuz und einer herrlichen Aussicht.

Vom Parkplatz des Hotels Katzenstein gehst du zur ehemaligen Grenzkaserne. Auf der Straße nach Zitters wechselst du bei einem Kreuz auf den geschotterten Feldweg und kommst durch den Wald steil bergab auf die Straße von Brunnhartshausen nach Steinbach. Du wanderst bergauf zum Sattel zwischen Gläserberg und Waltersbergen. Vor Föhlritz gehst du links und oberhalb des Dorfes erneut links und rechts zum Gipfel des Gläserbergs mit einer Hütte des Rhönklubs. Die Panoramatafel zeigt jede Erhebung in der nördlichen Rhön und im Thüringer Wald. Zwischen Zäunen führt der Weg über Weiden hinunter und über Serpentinen steil bergab. Bei der Kreuzung der Forstwege mündet links der Zubringer von der Ermberg-Hütte bei Oberalba und geradeaus der Zubringer nach Dermbach.

Länge: 22 km + 2,5 km Zubringer Kaltensundheim, 1,3 km Zubringer Dermbach​​​​​​​
​​​​​​​Gehzeit: 7 h ​​​​​​​
Anstieg: 496 hm
​​​​​​​Abstieg: 599 hm

6. Etappe: Dermbach - Bernshausen

Dermbach - Fatima-Kapella - Ibengarten - Wiesenthal - Horn - Bernshausen

Von Dermbach gibt es einen Zubringer, der direkt zur Fatima-Kapelle führt, oder du nimmst den gleichen Zubringer wie am Tag zuvor zum HOCHRHÖNER®. Hier siehst du nach einer langen Waldwiese einen Pavillon der Staudte-Aussicht oberhalb von Dermbach und dann die Fatima-Kapelle. Danach gehst du am Wald entlang, auf Wiese und bergab in ein Tal bis zur Straße ins nahe Glattbach. Am Ende des Dorfes treffst du die Figur des Rhönpaulus, der als "Robin Hood" der Rhön bekannt ist.

Auf Feldwegen gehst du auf den Neuberg zu und siehst 600 Jahre alte Eiben des Naturschutzgebietes Ibengarten. Äste bilden einen grünen Tunnel über den Forstweg. Über einen Sattel kommst du von der West- auf die Ostseite des Berges. Kurz vor Wiesenthal überquerst du die Straße und gelangen zur Hornmühle. Im Wald geht es steil zum Horn (578 m) bergan. Hier erwartet dich ein Rastplatz mit Aussicht nach Roßdorf, Wiesenthal und Wiesenthaler Schweiz. Zurück ins Wiesental gehst du auf dem bewaldeten Rücken des Langen Rain und nach Bernshausen zum Parkplatz.

Länge: 11 km + 1,3 km Zubringer
​​​​​​​Gehzeit: 4 h ​​​​​​​
Anstieg: 452 hm
​​​​​​​Abstieg: 440 hm

7. Etappe: Bernshausen - Bad Salzungen

Bernshausen - Bernhäuser Kutte - Pleß - Parkplatz Polsambach - Langenfeld - Bad Salzungen

Vorbei an Teichen läufst du zur Bernshäuser Kutte. Die Entstehung des kreisrunden Sees wird von Geologen auf einen Einbruch (Dolinen) des Untergrundes zurückgeführt. Um den Wald herum läufst du auf Feld-, Wiesen- und Waldwegen zur, von den Einheimischen genannten Stoffelskuppe. Auf dem ansteigenden Forstweg zur Pleß gabelt sich kurz vor dem Aussichtsberg (645 m) der Weg, wo du den rechten Forstweg nimmst und auf den schmalen Pfad zum Gipfel wechselst. Vom Aussichtsturm reicht der Blick von Wasserkuppe bis zum großen Inselsberg im Thüringer Wald. Für den Abstieg gibt es einen steilen Pfad oder alternativ einen Treppenweg. Unten steht eine ehemalige Kaserne, die im Kalten Krieg das östliche Gegenstück zur Wasserkuppe war. Bergab erreichst du den Polsambachgrund, ein breites Tal. Schilder weisen darauf hin, dass das Gelände rechts des Weges militärisch genutzt wird. Über einen kleinen Steg, darunter fließt der Polsambach, kommst du zu einem großen Wanderparkplatz und läufst am Waldrand durch das Dorf Langenfeld. Zwischen Kleingärten führt der Weg in eine Senke und durch das Tal mit Feldern und Wiesen bis zum Stadtrand von Bad Salzungen. Du gehst am modernen Klinikum vorbei, durchquerst die Kleingartenanlage Zellerroda und erreichst das Hochrhöner-Tor. Das ist das Gegenstück zum Wanderportal am Beginn des Weges in Bad Kissingen.

Du hast dein Ziel erreicht! Ein grün markierter Zubringerweg führt zum Bahnhof. Wer noch Zeit in der Kreisstadt verbringen möchte, kann zum Beispiel in das Keltenbad am Gradiergarten in der Nähe oder die zwei überdachten Gradierwerke besuchen.

Länge: 19 km
​​​​​​​Gehzeit: 5 h ​​​​​​​
Anstieg: 273 hm
​​​​​​​Abstieg: 409 hm

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Weitere Varianten des Weitwanderweges DER HOCHRHÖNER®