Rhönschaf auf Weide mit Grashalmen im Maul.

Das Rhönschaf

Wollig. Flauschig. Genügsam.

Das Rhönschaf ist eines der ältesten Schafrassen Deutschlands und ist typisch für die Rhön. Seit dem 16. Jahrhundert ist es in der Rhön verbreitet. Das wollige Schaf hat sich bestens an das Klima und die karge Landschaft der Rhön angepasst. Von Frühjahr bist Herbst ziehen Rhönschäfer mit ihren Herden über die Bergwiesen. Mit seinem schwarzen Kopf und dem hellen Fell ist es gut zu erkennen.

Es ist nicht nur ein super Landschaftspfleger, sondern sein Fleisch ist eine Delikatesse, die schon Napoleon verzauberte. Es gilt als besonders zart, würzig und mild.

Doch die Beliebtheit im 19. Jahrhundert hielt nicht immer an. Durch den Einzug der Landwirtschafts-Maschinen wurde das Rhönschaf verdrängt und war vom Aussterben bedroht. Erst durch gezieltes Marketing und Fördermaßnahmen konnte die Rasse erhalten werden.

Nachwuchs Schäfermeister sind ein Glücksfall, denn viele Schäfereien finden heute kaum noch einen Nachfolger. Warum? In der Wander- und Hüteschäferei sind Arbeitstage mit zwölf und mehr Arbeitsstunden keine Seltenheit. Zum Glück gibt es in der Rhön noch Schäfer, die mit ihren Rhönschafen die Magerrasen beweiden und darum seltene Tier- und Pflanzenarten und die charakteristische Landschaft erhalten.
Grafikelement Bergkette.